03.06.2016 Hochwassereinsatz in Rottal Inn

 

 

Bilder und Eindrücke die nur schwer in Worte zu fassen sind erlebten die Einsatzkräfte aus dem Landkreis Deggendorf. Bereits am 02.06.2016 rückte das Hochwasserkontingent in das kleine Örtchen Anzenkirchen im Rottal aus. Insgesamt waren 100 Keller betroffen, die mit schweren Tauchpumpen vom Wasser befreit wurden. Nach einer Einsatzdauer von 14 Stunden gelangten alle 127 eingesetzten Kameraden/innen wohlbehalten und am Ende ihrer Kräfte in ihre Heimat zurück. Am Tag drei dieser unbeschreiblichen Katastrophe ging es mit insgesamt 188 Personen erneut ins Krisengebiet um Hilfe zu leisten. Ziel für den heutigen Tag war das stark und am stärksten verwüstete Simbach am Inn. In der örtlichen Unterkunft des technischen Hilfswerks platzierte die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung ihr Fahrzeug um von dort aus eingesetzte Kräfte zu koordinieren. Die Feuerwehr Fischerdorf machte sich nach Ankunft in Simbach auf den Weg, um in den völlig verschlammten Straßen Keller leer zu pumpen. Große Probleme gab es im benachbarten Julbach, da in mehreren Kellern Öltanks durch das eindringende Wasser umkippten und ihren Inhalt im Gebäude verteilten. Dank der Verwendung von Spezialpumpen aus dem Gerätewagen Gefahrgut, waren die extra dafür bereitgestellten Fässer zügig gefüllt und die Keller der betroffenen Personen vom gröbsten Öl befreit. Größere Mengen an ausgelaufenem Heizöl war die Spezialaufgabe der Feuerwehr Deggenau, die eigens dafür einen Ölsanimat (Ölabscheider zur physikalischen Säuberung von ölverschmutzten Wasser) mitführte. Gegen 21:00 Uhr kehrten alle Mitglieder der ausgerückten Hilfseinheiten erschöpft in ihre Standorte im Landkreis zurück.