So
25
Apr
2010
Eine Idee zum Nachmachen
"Helfer baden, lesen und feiern ab sofort kostenfrei"
Die ersten Feuerwehrleute haben eine Ehrenamtskarte bekommen. Damit würdigt die Stadt deren teils gefährlichen Einsatz. Einen Kritikpunkt hat Gemeindewehr-leiter Bernd Starke bei der gestrigen Jahreshauptversammlung von seiner Liste gestrichen - oder zumindest
weniger hart formuliert: die mangelnde Anerkennung des Ehrenamtes. Denn das tut Leisnig in einem ersten Schritt mit der Ehrenamtskarte. Diese haben die ersten Feuerwehrleute ausgehändigt
bekommen. Mit der Karte haben Feuerwehr-angehörige freien Eintritt in kommunale Einrichtungen wie Bibliothek und Stadtbad sowie zum Burg- und Altstadtfest.Die
Karte erhalten alle 145 Mitglieder der Feuerwehr Leisnig - vom Jugendlichen bis zum Alterskamerad. Alt-Wehrleiter Günter Niemz freute sich, dass an die ehemals Aktiven gedacht wurde. Trotz einer
Stärke von 72 Einsatzkräften ist das Personalproblem für den Feuerwehrchef ein chronisches. Besonders tagsüber fehlen immer wieder Männer, die ausrücken. Eine Pflichtfeuerwehr aufzustellen, ist
für Starke trotzdem keine Alternative. Um die Aufgaben weiterhin lösen zu könnten, appellierte er, noch stärker als bisher abteilungsübergreifend zusammenzuarbeiten. Auch das Miteinander über die
Stadtgrenzen hinaus sei aus Sicht des Wehrleiters wichtig und habe sich im Vorjahr in Saalbach und Polkenberg bewährt. Insgesamt 34 Einsätze sind die Leisniger Feuerwehrleute 2009 gefahren. Zwei
Mal waren die Kameraden aus Brösen und Gorschmitz dabei, ein Mal die Minkwitzer. 750 Stunden stehen dafür zu Buche.

